30. September 2008

Eustacia - Demo (2007)


Schaut man sich auf der Myspace-Seite der Band „Eustacia“ um, ist es gar nicht so leicht herauszufinden woher die Band nun eigentlich kommt: London, Rekjavik, Cologne...? Fest steht, dass die Band ursprünglich aus Deutschland stammt und sich die anderen Aufenthaltsorte, aufgrund der derzeitigen Inaktivität der Band, wahrscheinlich auf einzelne Mitglieder beziehen. „Eustacia“ besteht aus 5 ambitionierten Musikern, die ihren Namen einer Frauenfigur aus einem Roman von J.D. Salinger entliehen haben und gemeinsam das Ziel verfolgen progressiven Rocksound zu machen, der verschiedenste Einflüsse zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen lässt.

Dass es sich dabei nicht um den Standardsatz junger, motivierter Bands handelt, die nach zwei Bandproben meinen etwas ganz Neues, noch nie Dagewesenes geschaffen zu haben, wird einem bei „Eustacia“ schnell klar. Hier sind Musiker am Werk die wissen was sie machen und die nötige Musikalität und das Feingefühl mitbringen um dem eigenen Anspruch auch gerecht zu werden.

Um ein „richtiges Album“ handelt es sich bei dem 2007 veröffentlichten Release eigentlich strenggenommen gar nicht, weil das Werk, das man auf der Homepage der Band downloaden kann, von dieser selbst schlicht als Demo bezeichnet wird.

Da dies der großartigen Musik, die sich darauf befindet aber keineswegs auch nur annähernd gerecht werden kann, setze ich mich hier also einfach ganz frech über die Weisung der Band – das Ganze als Demo zu betrachten – hinweg und behandle es als vollwertiges Album, wie ich es auch jedem als solches ans Herz legen möchte.

Bei einem Stück Musik das ca. 55 Min. Spielzeit umfasst, einen „Hidden Track“ integriert hat und dermaßen professionell umgesetzte und auch sehr gut aufgenommene Musik beinhaltet, würde wahrscheinlich auch kaum jemand von selbst eine Demo vermuten.

Was „Eustacia“ da abliefert ist nämlich schlichtweg atemberaubend – vom eleganten, ungemein dynamischen und inspirierten Songwriting, über das professionelle Zusammenspiel und die Einzelleistungen der Musiker bis hin zum stimmigen Gesamtaufbau!

Vom Sound her werden immer wieder Erinnerungen an “Oceansize” geweckt, die von der Band sicherlich nicht ohne Grund als Einfluss angegeben werden. Allerdings belehren einen „Eustacia“ auch gerne eines Besseren, wenn man sie zu Nahe neben die großartigen Engländer stellen möchte. Wer progressivem Rocksound etwas abgewinnen kann, sollte sich „Eustacia“ auf alle Fälle unbedingt anhören und sich begeistern lassen.

Homepage
Myspace
CD Besprechung (im Forum)
Download (über HP der Band)

1 Kommentar:

silenceisdeafening hat gesagt…

coole sache, danke johannes.